Baumaßnahmen

Baumaßnahmen

Baumaßnahmen im öffentlichen Straßenraum

Das Erscheinungsbild des öffentlichen Raums beeinflusst das Wohlbefinden und die Freude von Kunden und Besuchern der Straße am Flanieren und Bummeln. Für die baulichen Maßnahmen im öffentlichen Raum wurde von Seiten der BID Lenkungsgruppe im BID Tibarg I die Projektgemeinschaft Architektur + Stadtplanung, Baum-Schwormstede GbR und Ingenieurbüro Gosch-Schreyer-Partner mbH beauftragt, ein Konzept zur Modernisierung der Fußgängerzone zu entwickeln.
Insbesondere aus Gründen der sparsamen Mittelverwendung wollte das Konzept der Projektgemeinschaft Architektur + Stadtplanung, Baum-Schwormstede GBR und Ingenieurbüro Gosch-Schreyer-Partner mbH den Tibarg nicht von Grund auf verändern, sondern dessen vorhandene Qualitäten nutzen und wieder sichtbar machen. Dazu sollte der Tibarg in erster Linie „aufgeräumt“ werden: Straßenmöblierung geordnet (gut erhaltene Sitzbänke dabei wieder verwendet) und vereinheitlicht. Überflüssiges wurde aus dem Straßenraum entfernt. Zur Verbesserung der Orientierung von Kunden und Besuchern wurde ein einheitliches Informations- und Leitsystem installiert.

Die Baumaßnahmen wurden in den ersten zwei Jahren nach Einrichtung des BID-Tibarg I durchgeführt und abgeschlossen.

Beleuchtung und Betonung der Rinne

Die Straßenbeleuchtung wurde in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) durch eine moderne, energiesparende, den „dark sky“-Anforderungen entsprechende und damit umweltschonende LED-Beleuchtung ersetzt. Die Lampenmasten wurden erhöht und in einer einheitlichen Farbe neu lackiert.
Die vorhandene Natursteinpflaster-Rinne sollte dabei positiv hervorgehoben und betont werden. Die neue Straßenbeleuchtung sollte daher dem Rinnenverlauf konsequent folgen, dazu wurde insbesondere im Bereich nahe der Busanlage das Versetzen von Leuchtenstandorten erforderlich.
Die Rinne wird zukünftig nicht mehr durch Elemente wie Fahrradständer, Blumenkübel, Werbeschilder etc. verdeckt sein.
An einigen Stellen wurde ein Versetzen und / oder Ergänzen der Lampenmasten erforderlich.
Diese einheitliche Tibarg-Beleuchtung wurde in den nordöstlichen BID-Bereich verlängert.

Grünbestand und Mobiliar

Die Bäume wurden durch Reinigung / Aufarbeitung der Pflanzbereiche aufgewertet.
Defekte oder sanierungsbedürftige Sitzbänke wurden an geeigneten Stellen durch neue Rundbänke um vorhandene Bäume ersetzt bzw. nach Aufarbeitung in die zentrale Baumgruppe am nördlichen U-Bahnausgang versetzt.
Südlich angrenzend an die Brunnenanlage (s.u.) wurde ein immergrüner Solitärbaum in einer durch ein Stahlband eingefassten Pflanzscheibe gesetzt.

Fahrradständer

Die unterschiedlichen und vielfach defekten Radständer wurden entfernt. Stattdessen wurden sie durch Fahrradbügel, wie sie im Bereich der U-Bahn-Ausgänge und westlich des Tibarg-Centers stehen, ersetzt. Dadurch wurde ein einheitliches Bild erzeugt.
Die Fahrradbügelstandorte wurden insbesondere in den Randbereichen, aber auch in den Kernbereichen des Tibarg ergänzt. Nach und durch die Neugestaltung sind mehr Fahrradabstellplätze voll nutzbar als bisher.

Tibarg Nord / Zum Markt

Der Bereich „Zum Markt / nördlich Tibarg 52“ liegt etwas abseits der Kundenströme, es sind dort jedoch einige Tibarg-bezogene Einzelhandelsbetriebe und Dienstleister ansässig. Im Zuge des BID wurde dieser Bereich gestalterisch so entwickelt werden, dass er auch optisch zu einer Einheit mit dem Tibarg wurde und als solcher auch von Kunden und Besuchern wahrgenommen wird.
Das Konzept sah vor, im Bereich Zum Markt vom Garstedter Weg bis zur Einmündung Tibarg, den südlichen Gehweg mit rotem Ziegelverbundstein farblich angelehnt an die Gestaltung des vorhandenen Tibargpflasters, neu zu pflastern. Entsprechend erhielt der östliche Bürgersteig von Tibarg 54 bis Tibarg 56 eine neue rote Pflasterung.

Beide Straßenbereiche erhielten wie der übrige Tibarg die neue Tibarg-Straßenbeleuchtung.

Baumgruppe

Grundsätzlich wurde durch Baumpflege sowie Instandsetzung der Baumpflanzscheiben Ordnung in diesem Bereich geschaffen werden. Durch das Entfernen einiger Bäume wurde die Barrierewirkung aufgehoben; dem Besucher, der aus der U-Bahn kommt, wird eine bessere Orientierung ermöglicht. Des Weiteren wurde durch diese Maßnahme erreicht, dass die Granitsteinrinne wieder sichtbar wurde. Es verblieben zwei Baumgruppen aus je sechs Bäumen, die in ihrem Zwischenraum einen Sichtbezug auf die östlich liegenden Fassaden ermöglichen. 1-2 Bäume wurden durch Neuanpflanzungen ersetzt. Die verbleibenden Bäume wurden durch einen fachgerechten Kugelkronenschnitt zurückgeschnitten und verjüngt. In die zwei Baumgruppen wurden sechs der aus anderen Tibargbereichen entfernten Sitzbänke nach Aufarbeitung mit Bezug zum Lauf des Tibarg aufgestellt.

Dorfplatz

Der Dorfplatz wurde als Treffpunkt mit Bezug auf die Mitte neu gestaltet. Wo bislang eine zu hohe Pflanzinsel den Tibarg trennte, schafft nun eine neu gestaltete Fläche mit einer saisonalen Bepflanzung in einem niedrig eingefassten Pflanzbeet etwas Verbindendes. Durch die Gestaltung wurden Sichtbeziehungen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung ermöglicht. Bänke wurden mit Bezug auf die Mitte angeordnet, um einen ruhigen Mittelpunkt zu schaffen, der zum Verweilen einlädt.

Spielflächen

An drei Standorten wurden definierte Spielflächen eingerichtet. Dadurch konzentriert sich das Spielen nicht mehr nur auf einen Ort. Vielmehr wurde das kindliche Spielen und Entdecken über die Länge des Tibarg verteilt ermöglicht. Drei Bäume markieren jeweils ein „Spieldreieck“. Die Aktionsflächen setzen die bisher willkürlich wirkenden Baumstandorte in Beziehung und nutzen ihre Aufenthaltsqualität. 
Zwischen den Bäumen befinden sich kreisförmige Flächen, die mit Fallschutzmatten gestaltet sind und in deren Mitte sich Spielgeräte befinden. Im Bereich südlich des Eingangs der Busanlage des HVV entstand eine Spielfläche mit einem „besonderen“ Spielgerät – einem Klettergerüst – , und wurde so zu einem besonderen Anziehungspunkt am südlichen Tibarg. Für die beiden anderen Spielflächen wurden die auf dem Tibarg bereits vorhandenen und noch funktionierenden Spielgeräte genutzt.

Fläche vor und Zugang Busanlage

Der an die Busanlage angrenzende Bereich ist dringend sanierungsbedürftig. Er wirkt dunkel, ungepflegt und verbaut. Derzeit ist der Bereich ein beliebter Aufenthaltsort für Randständige. Hier haben zwischen der Hochbahn und der BID Tibarg Lenkungsgruppe bereits Gespräche stattgefunden, bei denen seitens der Hochbahn Interesse signalisiert wurde, diesen Bereich zu sanieren. Im Zugang zur Busanlage befinden sich Fahrradmietboxen, die den dunklen und beengten Eindruck noch verstärken. Sie sollen entfernt werden, an ihrer Stelle sollen weitere Fahrradbügel angeordnet werden. Der BID-Tibarg wird hierfür versuchen Sondermittel aus geeigneten Programmen der öffentlichen Hand einzuwerben.
Auf der Fläche nördlich des U-Bahn-Ausgangs folgten die Tibarg-Leuchten nicht dem Lauf der Granitstein-Rinne. Auf der Fläche befanden sich zudem drei beschädigte und ungepflegte Blumenkübel. Die Tibarg-Leuchten wurden im Zuge der BID Baumaßnahmen an die Rinne versetzt und die Blumenkübel entfernt. An dieser Stelle entstand dadurch eine größere zusammenhängende Fläche, die als Aktionsfläche für Feste etc. genutzt werden kann. Entlang der Mauer des Grundstücks Tibarg 13 wurden ca. 20 Fahrradbügel (Abstellmöglichkeit für 40 Fahrräder) installiert.

Tibarg Süd Brunnenanlage

Am südlichen Ende des Tibarg mündet die Granitstein-Rinne nun in einer künstlerisch gestalteten Brunnenanlage mit Sitzgelegenheiten. Die beiden vorhandenen Brunnen direkt am Pavillon wurden entfernt. Ihre Pumpentechnik wurde weiterverwendet.
Entstanden ist eine von Granitstein eingefasste Rinne, in der ein ständiger Wasserfluss vorhanden ist. In der Rinne wurden verschiedene Objekte installiert, die zum Erleben des Elements Wasser einladen. Beidseitig der Brunnenanlage wurden mit Steinelementen und Bänken Sitzgelegenheiten geschaffen. Südlich direkt angrenzend wurde ein immergrüner Solitärbaum gepflanzt, der im Sommer Schatten spendet und im Winter als Weihnachtsbaum dient. Die Brunnenanlage und der Solitärbaum wurden in Granitkleinpflaster eingefasst.

Passantenleitsystem

Auf dem Tibarg wurde ein Passantenleitsystem, bestehend aus Informationsstelen, installiert. An drei Standorten auf dem Tibarg (Nord, Mitte, Süd) geben die Informationsstelen den Kunden und Besuchern Auskunft darüber, wo auf dem Tibarg welche Einzelhandelsgeschäfte, Ärzte, Dienstleister und sonstige Angebote etc. zu finden sind. Darüber hinaus wurden die bereits bestehenden und in die Jahre gekommenen grünen Informationstafeln der Vereine und Verbände aus Niendorf durch Vitrinen ersetzt und an neuen Standorten aufgestellt.