Business Improvement District

BID Tibarg II auf den Weg gebracht.

Der Tibarg ist das pulsierende Herz des Hamburger Stadtteils Niendorf. Um das Einkaufen und den Aufenthalt im Quartier zu verbessern, wurde hier der erste und bisher einzige Business Improvement District (BID) im Hamburger Bezirk Eimsbüttel durch Initiative der Grundeigentümer eingerichtet. Der BID Tibarg engagiert sich seit dem 30.11.2010 mit einem Gesamtbudget von 1,75 Mio. Euro in den drei klassischen BID Themen Bau, Service und Marketing.

Besonders deutlich fallen die vom BID Tibarg finanzierten und 2012 realisierten Bau- und Renovierungsmaßnahmen an der „Möblierung“ des Tibarg, des Niendorfer Marktplatzes und der Straße Zum Markt ins Auge. Die neue LED-Straßenbeleuchtung, die Brunnenanlage, der Dorfplatz mit saisonal wechselnder Bepflanzung, die Spielflächen für Kinder und die vielen zusätzlichen und erneuerten Fahrradabstellbügel haben die Aufenthaltsqualität erheblich verbessert und werden von Kunden, Passanten und Anwohnern geschätzt und gern genutzt.

Seit seiner Einrichtung organisiert der BID Tibarg mit dem von ihm finanzierten weitverstandenen professionellen Quartiersmanagement im Servicebereich einen bereits nach kurzer Zeit als unverzichtbar empfundenen zusätzlichen Winterräumdienst sowie zusätzliche Straßenreinigungen des BID Tibarg-Bereichs. Als stimmungsvoller Eyecatcher dient die bereits im Dezember 2010 vom BID Tibarg finanzierte und seitdem jährlich zum Advent installierte Weihnachtsbeleuchtung. Eine besonders wichtige und wesentliche Aufgabe des Quartiersmanagements ist die professionelle und umfangreiche Vermarktung des Stadtteilzentrums.

Der Tibarg und die anderen zum Innovationsbereich gehörenden Bereiche haben durch diese BID–Maßnahmen in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld, trotz starker Konkurrenz durch benachbarte Einzelhandelsstandorte sowie der rasanten Entwicklung internetbasierter Onlinehandelsformen einen deutlich spürbaren Aufwärtstrend erfahren. Einen Flächenleerstand gibt es nicht, im Gegenteil, die Nachfrage nach Einzelhandels- und Büro/Praxis–Flächen hat deutlich zugenommen, Grundeigentümer berichten von guten und stabilen Vermietungsergebnissen. Das vom BID Tibarg beauftragte Standortgutachten zum „Geschäftszentrum Tibarg“ vom Februar 2015 bestätigt diese Einschätzung und attestiert dem Stadtteilzentrum Tibarg ebenfalls eine im Vergleich zu Konkurrenzstandorten überraschend positive Entwicklung, spricht zugleich aber auch Handlungsempfehlungen für die Zukunft aus.

Um die realisierten Erfolge zu erhalten, den mit dem ersten BID Tibarg erreichten Aufwärtstrend fortzusetzen und an die positive Entwicklung auch nach Beendigung des BID Tibarg am 29.11.2015 anzuknüpfen, haben die Initiatoren des BID Tibarg I auf Grundlage des Gesetzes zur Stärkung der Einzelhandels-, Dienstleistungs-, und Gewerbezentren (GSED) am 17. September 2015 beim Bezirksamt Eimsbüttel den Folgeantrag zur Einrichtung des BID Tibarg II gestellt. Am 09. Februar 2016 wurde der Business Improvement District (BID) Tibarg II offiziell durch den Senat beschlossen.

Das Konzept für den BID Tibarg II sieht ein Gesamtbudget von rd. Euro 1,2 Mio. vor. Nachdem sich der Tibarg durch die Baumaßnahmen des 1. BID äußerlich bereits in einem sehr attraktiven Zustand befindet, wird sich der BID Tibarg II auf die Bereiche Service – mit einem weitverstandenen professionellen Quartiersmanagement, zusätzlicher Straßenreinigung und einem zusätzlichen Winterräumdienst – sowie einem umfangreichen Standortmarketing konzentrieren. Beim Standortmarketing möchte der BID Tibarg II die zunehmende Digitalisierung als Chance auch für den Tibarg nutzen und hier entsprechende Projekte umsetzen.

Als Aufgabenträger des BID Tibarg II wurde die Firma Stadt + Handel City- und Standortmanagement BID GmbH ausgewählt. Geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens ist Frau Nina Häder, die den BID Tibarg bereits in den vergangenen sieben Jahren in seiner Vorbereitungs- und Durchführungsphase als BID- und Quartiersmanagerin erfolgreich begleitet hat.

Die Attraktivität des Tibarg und dessen von vielen Besuchern und Kunden empfundenes besonderes Flair soll mit den Maßnahmen des beantragten BID Tibarg II in der Zukunft mindestens erhalten, möglichst noch weiter gesteigert werden. Das Stadtteilzentrum Tibarg mit seinem guten und vielfältigen Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot, soll auch in den nächsten Jahren weiter fähig sein, als Kunden- und Besuchermagnet nicht nur für die Einwohner von Niendorf, Lokstedt und Schnelsen, sondern auch für die Bewohner des gesamten nordwestlichen Hamburgs und der angrenzenden schleswig-holsteinischen Landkreise zu dienen.